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DINUM has formally directed all French ministries to migrate from Microsoft products to open-source alternatives, building on two decades of GendBuntu experience within the Gendarmerie.
Die Digitalministerkonferenz (DMK) hat sich auf ihrer Sitzung am 13. Mai 2026 erstmals mit der digitalen SouverĂ€nitĂ€t an Hochschulen befasst. Der Beschluss (TOP 5.11) enthĂ€lt eine PrĂŒfbitte an den Bund, ob ZenDiS-Produkte wie openDesk Studierenden kĂŒnftig kostenfrei zur VerfĂŒgung gestellt werden können.
openDesk â die vom Zentrum fĂŒr Digitale SouverĂ€nitĂ€t (ZenDiS) entwickelte Open-Source-Office- und Kollaborationssuite â soll Behörden unabhĂ€ngiger von US-Technologiekonzernen machen. Doch im Hochschulsektor steht openDesk vor einem fundamentalen Problem: WĂ€hrend Microsoft 365 Education fĂŒr Studierende kostenlos ist, kostet openDesk 45 Euro netto pro Nutzer und Jahr.
| Aspekt | Microsoft 365 (Education) | openDesk (ZenDiS) |
|---|---|---|
| Kosten fĂŒr Studierende | Kostenlos | 45 âŹ/Jahr |
| Kosten fĂŒr 30.000 Studierende | 0 ⏠| 1,6 Mio. âŹ/Jahr |
| Datenhoheit | US-Anbieter (Cloud Act) | DSGVO-konform |
| Lock-in-Risiko | Hoch | Gering |
Bereits im Februar 2026 hatten GI-Arbeitskreise gemeinsam mit dem ZKI e.V. in einem Offenen Brief an Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger gefordert, openDesk fĂŒr Studierende kostenfrei bereitzustellen. Am 29. Mai 2026 fand ein GesprĂ€ch zwischen GI, ZKI, DINI, DFN und der KDU.nrw mit dem BMDS statt.
2,9 Millionen Studierende Ă 45 ⏠= rund 130 Millionen Euro jĂ€hrlich â etwa ein Viertel der aktuellen Microsoft-Gesamtausgaben des Bundes (480 Mio. âŹ).
openDesk ist primĂ€r fĂŒr den Behördenbetrieb konzipiert. Eine Skalierung auf Millionen Studierende erfordert Multi-Tenant-Architektur mit Self-Service-Onboarding und SAML/OIDC-Integration in bestehende Hochschul-Identity-Provider.
Die ZĂŒricher Studie (Mai 2026) stellte fest, dass openDesk âkein vollwertiger Ersatz fĂŒr Microsoft 365" ist. Defizite bei nativen mobilen Apps, komplexen Tabellenkalkulationen und Volltextsuche. FĂŒr den Studienalltag jedoch meist ausreichend.
Zentral durch ZenDiS/Dataport oder dezentral an Hochschulen? Das CKKI-Pilotprojekt hat Multi-Provider-Betrieb bereits demonstriert.
openDesk ist keine monolithische Anwendung, sondern eine integrierte Plattform aus erprobten Open-Source-Komponenten:
Die Kubernetes-basierte Deployment-Architektur ermöglicht horizontale Skalierung. ZenDiS setzt auf standardisierte Helm-Charts und GitOps-Pipelines.
Der DMK-Beschluss zeigt: Das Bewusstsein fĂŒr digitale SouverĂ€nitĂ€t im Bildungsbereich ist angekommen. Die technischen Grundlagen sind gelegt. Was fehlt, ist der politische Wille, die finanziellen Mittel fĂŒr eine kostenfreie Bereitstellung bereitzustellen. 130 Millionen Euro jĂ€hrlich sind im Vergleich zu 480 Millionen Euro Microsoft-Ausgaben des Bundes keine astronomische Summe â es ist eine Investition in SouverĂ€nitĂ€t statt AbhĂ€ngigkeit.